Sobald jemand eines der zwölf Zimmer bucht, erhält die Person eine E-Mail. Anhand eines Knopfdrucks kann sie digital einchecken und erhält vor der Ankunft einen Zugangslink für die Eingangstür und das gebuchte Zimmer.
Die Technologie funktioniert ähnlich wie digitale Bezahlungsmittel: Wie bei Twint oder Apple Pay hält der Gast sein Handy an ein Lesegerät. Die Tür öffnet automatisch. Sobald der Aufenthalt im Hotel zu Ende ist, läuft der digitale Ausweis ab.
Wer ein Frühstück gebucht hat, kann am Morgen in einem Gestell im Gang eine Box mit Gipfeli, Brot, Frucht, Fruchtsaft und Kaffeekapseln abholen. Am Wochenende sowie an Feiertagen erhalten die Hotelgäste einen Gutschein für die Bäckerei Flury.
Geschäftsleute und Touristen
Auf dem Tresen der Réception steht ein Telefon. Es ist nicht etwa für die Mitarbeitenden, sondern für Besucherinnen und Besucher, die digital weniger bewandert sind. Sie können hier beispielsweise eine Notfallnummer oder die Zentrale des SAZ wählen. Auch in der Nacht ist stets jemand erreichbar, das SAZ arbeitet für diesen Dienst mit einem Unternehmen zusammen, das ebenfalls in der Hotellerie zuständig ist.
«Wir haben auch schon Buchungsanfragen von Personen erhalten, die kein Handy besitzen», sagt Thomas Wyss. Das SAZ wolle diese nicht ausschliessen und übergebe ihnen jeweils vor Ort einen handfesten Badge für den Eingang und das Hotelzimmer.
Die Mitarbeitenden sind also nur vor Ort, wenn es sie tatsächlich braucht. Das digitale Konzept sei für das SAZ eine neue Herausforderung. Gleichzeitig findet Wyss: «So wird die Hotellerie in Zukunft funktionieren.»
Vor der Eröffnung rechnete er vor allem mit Buchungen von Geschäftsleuten und Personen, die auf der Herzroute unterwegs sind. Für Letztere gibt es im Hotel deshalb Ladestationen für E-Bikes und einen Unterstand vor dem Gebäude. In den ersten Tagen seien aber auch viele Anfragen von Familien eingegangen, sagt Wyss, was ihn positiv überrascht habe.